ÜBER MICH
Hinter all der Arbeit steckt übrigens auch ein Mensch.
Und dann ist da dieser Moment, wenn aus all den Gedanken, Recherchen und Entwürfen plötzlich etwas Reales wird. Besonders beim Packaging: eine Verpackung in der Hand zu halten, die vorher nur eine Idee war, wird für mich wahrscheinlich noch lange unbegreiflich sein.
Kein Projekt beginnt und endet gleich. Es gibt immer etwas Neues zu verstehen, zu lernen und auszuprobieren – und gleichzeitig entwickelt sich die Designwelt ständig weiter. Stillstand gibt es eigentlich nicht. Genau das mag ich daran.
Wahrscheinlich genau die Mischung aus Kreativität und Struktur.
Was mich bis heute am Design begeistert?
Das Gleiche gilt für die visuelle Richtung: Statt eines klassischen Moodboards arbeite ich lieber gemeinsam und live mit Pinterest und co. Wir schauen, reagieren, verwerfen und werden konkreter. Für mich entsteht so ein viel genaueres Bild davon, was wirklich zur Marke passt.
Ich möchte Menschen im Gespräch kennenlernen. Nicht nur ihre Antworten hören, sondern auch, wie sie über ihre Marke sprechen, worauf sie sofort reagieren und wo sie selbst noch suchen. Oft steckt genau dort etwas, das in keinem ausgefüllten Formular stehen würde.
Mich interessiert nicht nur, wie eine Marke aussehen soll. Mich interessiert, was dahinter passiert. Nach dem Briefing beginnt für mich deshalb eine der spannendsten Phasen eines Projekts: Ich tauche in eine neue Branche ein, recherchiere den Markt, suche nach Zusammenhängen, Metaphern und den kleinen Details, aus denen später eine visuelle Idee entstehen kann.
Deshalb findet mein Briefing auch nicht in einem Fragebogen statt.
Bevor ich gestalte, will ich verstehen.
Vielleicht sehen meine Projekte deshalb so unterschiedlich aus. Mein eigener Stil soll nicht zum Stil meiner Kund:innen werden. Meine Aufgabe ist es, die visuelle Sprache zu finden, die für ihre Marke richtig ist.
Ich glaube nicht an einen bestimmten Look, der eine Marke automatisch hochwertiger, moderner oder „premium“ macht. Ein gutes Design muss nicht in eine bestimmte ästhetische Kategorie passen. Es muss zur Marke, zu den Menschen dahinter und zu ihrem Markt passen.
Du brauchst kein „Premium Design“, Du brauchst Design, das zu deiner Marke passt.
Ein Kaffee außer Haus, ein Nachmittag mit einem guten Buch, schöne Verpackungen, die eigentlich viel zu schade zum Wegwerfen sind. Ich mag es, aus kleinen Momenten etwas Besonderes zu machen und den Alltag ein bisschen zu romantisieren.
Seit ich Mama bin, hat sich mein Blick darauf noch einmal verändert. Ein Nachmittag im Café kann plötzlich wieder ein kleines Ereignis sein – und gleichzeitig entdecke ich vieles neu durch die Augen meiner Tochter.
Bücher gehören sowieso schon lange zu meinem Leben. Heute stehen zwischen Romanen immer mehr Bücher über Kunst, Design und Packaging. Und ja: Ich finde eigentlich immer einen Grund, mir den Alltag ein bisschen schöner zu machen.